Regentage

Oh wie muss der Mensch sich plagen,
an so schrecklich miesen Tagen,
kann er stundenlang verharren,
nur noch an die Decke starren.

Draußen fällt seit Stunden Regen,
Wer sagt da, von oben kommt der Segen?
Der Sturm kräuselt die Pfützen auf den Straßen,
keiner geht spazieren, alle rasen.

Ich steh am Fenster und denke nur,
bei diesem Treiben der Natur,
das Wetter ist doch großer Mist,
ein Glück dass du hier drinnen bist.

Relativität

Ein Mägdelein hab kürzlich ich gesehn,
sie war gar hold und wunderschön,
Und wohl lag ihrer Schönheit Würze,
in ihres Röckchens schöner Kürze.
Wie sie darin die Beine schwang,
war schöner denn, als Himmlischer Gesang.

Von zwei Damen nebenan hört ich die Klage,
was dieses junge Ding sich denn nur wage,
sie würden niemals es sich wagen,
ein solches Kleidungsstück dermaßen kurz zu tragen.
Ich hab die zwei mir angesehen,
und konnt sie voll und ganz verstehen.